seit 2017

Begrünend-kreative-Nachbarschaft

Was sind eure liebsten (Bienen)Pflanzen, hat der Laden eures Vertrauens schon einen Topf vor der Tür?
Schaut in eure Keller, welche Fundstücke in Pflanzgefäße umgewerkelt werden können.

GREENING POTSdamer hat seinen Beginn im Jahr 2017, als der BOULEVARD POTSDAMER seinen Anfang nahm. Pflanzsäcke mit kleinen Pflanzgesellschaften tauchten entlang der Straße auf. Und auch 2018 waren sie zu sehen. Sie waren Impulse, Ideen, Vorschläge – nicht für die Ewigkeit gedacht und gemacht. Da sie positives Echo erfuhren, entstand die Idee zu GREENING POTSDAMER – Grüne Töpfe im öffentlichen Raum. 

Wir begannen komplett ohne finanzielle Mittel, nur mit der Überzeugung das die „Begrünungsgeschichte“ am BOULEVARD POTSDAMER weitergehen sollte. Der Schwerpunkt lag 2019 in Tiergarten Süd, denn für den Schöneberger Norden fehlte jegliche Finanzierung. haben wir leider noch keine Finanzierung. Doch das kommt sicherlich noch.

Im April 2019 – wir waren ein Kernteam von 3 bis 5 Leuten – galt es erst einmal, einen Bestandsaufnahme zu machen. Den Winter hatten fast alle Pflanzsäcke im Stadtgarten wachsenlassen verbringen können. Doch welche Pflanzen hatten überlebt? Und groß war das Hallo, als in einem Hinterhof auf einmal eine Pflanzgesellschaft auftauchte, die wir seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Gehegt und gepflegt und deshalb in voller Blüte und Pracht und Duft.

Ideen gab es genug und so machten wir munter weiter. Wir freuten uns über alle Nachbar*innen, die donnerstags ab 18 Uhr zu uns in den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen kamen Ein Mal, zwei Mal, unregelmäßig oder den gesamten Sommer über. Jede*r brachte Ideen mit und gab dem Projekt damit eigene Noten und Anstriche. Blümerant vertraut machten wir uns den Kiez.

Mit der Hilfe von den Teams der Stadtgärten wachsenlassen und Pallasgärten entdeckten wir die Pflanzenpracht, die den Winter übersteht, staunten über die Blüten, die die Bienen lieben, und lernten vieles. Sie ließen uns auch an der Brennesseljauche riechen 😉

Wir sichteten unsere Keller und andere Fundorte und basteln unvorstellbare Pflanzgefäße. Da kam das kreative Gehirn ganz von alleine auf schräge Ideen. Und die Augen schärften sich für Dinge, die auf der Straße nur auf die Transformation warten. Dann suchten wir uns die öffentlichen Orte und Räume im Kiez, die wir mit GREENING POTS bereichern wollten. Wir zogen los und weckten Erstaunen, Freude in der Nachbarschaft.

2020 / 21 konnten wir gerade mal die meisten Pflanzgesellschaften durch die Zeit retten, denn wir hatten keine Ehrenamtlichen. Doch wir schreiben die Geschichte fort. Gerne mit eurer Hilfe.