2018

Der Wert von Stadtgrün

Eine Umfrage
Auf Anregung der IG Potsdamer Straße (IGP) führte eine studentische Forschungsgruppe der TU im Januar und Februar 2018 im Gebiet der Potsdamer Straße eine Umfrage zum Thema „Der Wert von Stadtgrün“ durch.

Wir vom BOULEVARD POTSDAMER, dem Projekt der IGP zur Verbesserung der Lebensqualität an der Potsdamer Straße, fühlten uns durch die Ergebnisse zum einen in unseren eigenen Erfahrungen und Mutmaßungen bestätigt, zum anderen fanden wir Anregungen für die Fortsetzung des Projektes im Grünen Bereich. Manche der Ergebnisse waren auch überraschend, gaben uns Fragen auf bezüglich einiger Teilbereiche des Projektes und ermutigten uns zum Umdenken.

Die Umfrage sollte herausfinden, welchen Wert Menschen, die hier leben und arbeiten, dem Stadtgrün beimessen, ob sie sich aktiv an grünen Initiativen beteiligen oder wieviel Geld sie bereit sind, für Begrünung einzusetzen. Der Schwerpunkt lag auf Begrünungs- und Umweltmaßnahmen, die zu einer Verbesserung von Ökosystemleistungen beitragen: Stadtgärten, begrünte Gebäude (Fassaden, Dachgärten), Straßenbegrünung sowie umweltfreundliche Unternehmen und Bildung.

 

Das Fazit der Forschungsgruppe
Nach Abschluss unserer Studie stimmten viele unserer Ergebnisse mit anderen Studien überein, die sich auf die Bewertung von städtischen Grünflächen konzentrierten. So zeigten wir beispielsweise eine positive Zahlungsbereitschaft für Straßenbegrünung sowie für grüne Fassaden, wobei die Zahlungsbereitschaft zunahm, wenn insgesamt mehr Fassaden begrünt werden. Dies deutet auf eine Bevorzugung einer grüneren Nachbarschaft hin. Von den drei grünen Attributen zeigten zwei – Straßenbegrünung und grüne Fassaden – eine hohe Zustimmung, während grüne Initiativen,
möglicherweise aufgrund eines relativ geringen öffentlichen Bewusstseins, eine niedrigere Zahlungsbereitschaft erhielten.

Im Dezember 2019 erschien ein Abstract zur Studie auf der renommierten internationalen Plattform Science Direct: Der Titel Economic valuation of street-level urban greening: A case study from an evolving mixed-use area in Berlin